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Hallo ihr Kreativen!

Ein deutlicher Aufwind ist im Leben der Kreativeule spürbar und daher bin ich sehr glücklich, heute endlich wieder beim wunderbaren creadienstag dabei zu sein. Wenn ihr hier alles gesehen habt, dann schaut euch doch auch bei den Anderen um. Das lohnt sich. 🙂

Mein heutiger Beitrag ist mal wieder eine Geburtstagskarte, allerdings der etwas opulenteren Art. Eine sehr liebe Freundin hat eine doch recht bedeutenden Geburtstag gefeiert und uns Mädels zu einem gemütlichen Nachmittag eingeladen. Mit leeren Händen konnte ich da unmöglich hingehen.

Ein bisschen musste ich schon nachdenken, dann fehlte mir die Inspiration und abschließend wurde die Zeit knapp. Kennt ihr das auch?

Für mich ist ein zu knapper enger Zeitrahmen oft ein unendlicher Quell an Ideen, die dann auch sprudelnden (Entstehungsbilder gibt es leider nicht, ich war zu sehr in Fahrt, daher heute ein langer Text. Sorry. 🙂 ):

Erst habe ich große Blumen (3“) aus farbigen Tonpapier gestanzt. Den etwas kleineren Stanzer (2“) habe ich auf meine Geschenkpapierkollektion los gelassen. Natürlich nachts, aber das leise Stanzen habe ich fleißig geübt.:-) Ich hatte eine ganze Blumenflut auf meinem Schreibtisch liegen, da ich die wild auf einer normal großen Karte kombinieren wollte. Aber die Erkenntnis, dass diese doch ganz schön groß sind und ich höchstens zwei drauf bekomen werden, schlug schnell ein.

Was nun? Erstmal habe ich die kleineren auf die größeren geklebt, nicht den ganzen Haufen, aber bestimmt 20 Stück habe ich so hergestellt. Zwei Dinge drängten sich auf: Irgendwie fehlt der Pep und die Blütenmitte.

Dafür habe ich mir dann 10 ausgesucht, Acrylfarbe rausgeholt, ein kleines Schwämmchen gegriffen und wild die Kanten umwischt, gekleckst, gestuppft, … . Die Blütenmitten habe ich aus halbierden Styroporkugeln, die zunächst einen gelben Anstrich und in die noch nasse Farbe Goldpudder erhielten, hergestellt. Und dann trocknen lassen.

Zwischendurch ist mir der 3D-Gedanke gekommen. Also wieder durch meine Materialien geschaut und die dicke Styroporplatte gesehen. Ha, da war die Gartenidee geboren: Einfach ohne Maß zu nehmen oder Linien zu zeichen, den Cutter gegriffen und ein ungefähres Quadrat ausgeschnitten.

Dann habe ich einen Schatz aus dem Bastelregal gezogen: Grasfasern, die ich vor einigen Jahren mal bei Q.V.C bestellt hatte und die ich nur zu besonderen Anlässen raus hole. Grundierung mit grüner Acrylfarbe und dann trocknen lassen. …seufz… Warum mache ich das noch mal immer nachts und auf den letzten Drücker? Fön anschmeißen, ist nicht, also warten. Ach und bei dieser Aktion habe ich auch noch Zahnstocher und hölzener Grillspieße mit Farbe überzogen, ich brauchte ja Stengel.

In der Zwischenzeit habe ich ein passendes Stück Karton zugeschnitten und mit Tonpapier überzogen, die eigentliche Karte, und den Text entworfen.

Und dabei traf mich die nächste Idee: Es müssen Schmetterlinge her, aber schöne, also gefaltete. You.tube sei dank wurde ich fündig: Videoanleitung. Mein erster wollte mir nicht so recht gelingen, die letzten Schritte blieben mir irgendwie ein Rätsel. Also habe ich das auf später verschoben und einmal darüber schlafen. 🙂

Bevor ich die Grasfaser-Aktion durchführte, wurden noch schnell die Maße auf den vorbereiteten Karton übertragen, damit ich als letzten Akt vor dem Schlafen noch den Text anbringen konnte. Die Styroporblatte samt Stengel, Blüten und Mitten waren nun trocken. Also habe ich den Leim für die Grasfasern großzügig darüber verteilt und gestreut und mich ein weiteres Mal an dem Ergebnis erfreut. Die Blütenmitten habe ich mit Heißkleber auf den Blüten plaziert, dann ein Loch von unten in die Stryoporkugeln gebohrt und mit einem großen Klecks Kleber die Zahnstocher montiert. Zeit zum Schlafen gehen.

Den Wecker extra früh gestellt, damit ich die Zeit bis zur Einladung zur Fertigstellung nutzen muss kann. Als erstes habe ich mich an die Schmetterlinge gesetzt und siehe da, ich habe beide sofort hinbekommen. War wohl doch zu spät. 🙂

Nun die getrocknete Platte auf den Karton geklebt, die Schmetterlinge an die Grillspieße und schon konnte „gepflanzt“ werden. Und es kam, wie es kommen musste. Irgendetwas fehlt bzw. sah zu mager aus. Da mussten noch Blüten her und was ist besser für einen runden Geburtstag als Rosen?

Vor 5 Jahren habe ich eine ganze Vase voll davon angefertigt, die Reste an Seidenpapier begleiten mich seither, also schnell gezückt, Streifen geschnitten und gewickelt. Ganz im Gegensatz zur aller ersten vor Jahren, dauerten diese keine 10 Minuten. Nun fehlte der letzte Pfiff, also wieder Acrylfarbe und Schwämmchen gegriffen und coloriert.

Dann noch ansprechend in klare Folie mit gelben Blümchen drauf eingewickelt, wie es die Floristen auch machen und schon war ich fertig.

Und hier nun ein paar Impressionen: 🙂

jap_eden_01jap_eden_02jap_eden_03Ich wünsche euch noch einen schönen inspirenden Abend.

Eure

Ruhelose Kreativeule bzw. Nicole

PS: Und auf den Namen japansichen Garten ist die glückliche Empfängerin gekommen. Fand ich überraschend, aber schön.