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Hallo ihr Lieben!

Kreativ sein war diese Woche zum Creadienstag irgendwie gar nicht eingeplant. Ich räume immer noch, da ein kleines Eckchen und dort etwas umsortieren. Nach dem Abendbrot erst eine Runde auf dem Sofa an mein geliebtes angetrautes Wesen gekuschelt und sogleich eingenickt. 🙂 Powerschlaf nennt frau sowas, denn 20 Minuten später gestärkt wieder aufgesprungen, um eigentlich die Wäsche zu erledigen und da schlug die Inspiration zu.

Schon seit Monaten möchte mein Mann ein Schlüsseltäschchen haben, aber nachdem ich im Laufe der Jahre gesehen habe, was mit seinen anderen Modellen passiert ist, wollte mir nicht recht etwas einfallen. Es muss sehr stabil sein, schnell zu öffnen, auch für hektische Momente und die Tage kam noch dazu, es muss ja mit einer Hand zu öffnen sein. …örks…
Ich weiß nicht mehr wo, aber es ist nicht selten zu sehen, Verschlüsse mit Gummiband. Und so war die Idee geboren: Eine Zaubertasche nach dieser Anleitung, verschlossen mit einem Gummiband.

Gedacht, gefreut, Schlüssel geschnappt und auf ein Blatt Karopapier gelegt. Das Design ist schlicht, ein simples Rechteck, die Klappe fasst so breit wie das Täschchen selbst. Sogleich den Gatten herbei gerufen und Stoff gewählt. Außen eine alte Jeans von mir, innen roter Baumwollstoff. Verzierung außen dürfen gerne sein.

Für eine Applikation war ich nicht bereit, aber dann kam mir der Gedanke, einfach ein wenig mit der Nähmaschine zu malen. Erst habe ich so einen Metallic Faden probiert, der mich auch sogleich drei Mal gerissen ist. Dann habe ich zu rot gegriffen und los gelegt. Zunächst gerade Linien und dann etwas Schwung genommen auf der längeren Seite, bis es mich packte und ich meine ersten Kreise vollführte. Schön, aber da fehlt was.002Da mein Mann es gern mag, wenn seine Initialen drauf sind, dachte ich mir, einen Versuch ist es wert. Also habe ich türkis eingefädelt und mit der Maschine geschrieben. Die beiden Buchstaben bin ich 5 Mal nach gefahren, wobei ich die Rundungen wohl noch mehr üben sollte. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Hinten drauf hatte ich vor dem Nähen noch dünne Vlieseline gebügelt. Auf den roten Futterstoff habe ich dicke Vlieseline gebügelt, es sollte ja alles sehr stabil werden.

Ich habe mir sogar extra Markierungen gesteckt, so dass ich die Wendeöffnung groß genug lasse, eine meiner besonderen Fähigkeiten ist, alles durch besonders kleine Öffnungen zwängen zu müssen. 😉

004Ganz stolz bin ich auch darauf, mir so viel Zeit genommen zu haben, um mir die Platzierung des Gummibandes und der Schlüsselhalter genau zu überlegen. Ich musste keine Naht auftrennen. 005Dann ein weiteres Mal die Anleitung genau studiert, gelegt und genäht. Das Wenden war durch die Steifheit etwas mühsam, aber die Wendeöffnung war ja glücklicherweise groß genug. 🙂 Diese habe ich dann per Hand mit dem Leiterstich geschlossen. Diesen beherrsche ich nun schon sehr gut.

Und hier nun das fertige Täschchen:

Mein geliebtes angetrautes Wesen war super glücklich, der erste Test zeigte, ich muss noch etwas abändern, aber die Idee hatte ich auch schon und dann bin ich gespannt, wie lange dieses halten wird. Aber nun weiß ich ja, wie ich es nähen kann, also kein Problem.

Habt eine wundervolle Woche und schaut auch bei den anderen Kreativen vorbei.

Liebste Grüßedie ruhelose Kreativeule alias Nicole