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Es wurde gewichtelt. Zusammen mit vier Bloggerinnen haben wir uns an die kreative Umsetzung des Weihnachtslieds „The Twelfe Days of Christmas“ gewagt. Genaueres findet ihr in meinem Hauptartikel. Hier möchte ich euch nun meine Idee für Three French hens präsentieren.

Ursprünglich sind mir 10 lords a leaping zugegelost worden, die ich dann aber mit der Stickeule getauscht habe. Lange wollte mir nichts einfallen bzw. die eigentlich gedachte Realisation eines anderen Tages hätte hier auch wunderbar gepasst. Die Internetrecherche erbrachte mir, das französische Hühner ein Gericht sind, aber etwas kochen ging schlecht. Wie hättet ich das in ein Päckchen packen sollen? Meine übliche Vorgehensweise  ist dann, einfach liegen lassen, kommt Zeit, kommt Zeitdruck, sprudeln die Ideen. 🙂 Auch in diesem Fall war es so. Was mich wohl am meisten irritiert hat, war das österliche Motiv, aber es soll doch Weihnachten sein. Als ich mich endlich von dieser Restriktion befreit hattet, ging es mir besser und die Idee war geboren.

Aber woher bekommt frau drei Hühnermotive? Im Bastelladen war nichts zu finden, beim Bestellen im Bastelonlinehandel hatte ich es vergessen …schäm… und die Suche durch meine Osterbastelsachen ergab nichts brauchbares. Diesen Fakt habe ich bestimmt 2 Wochen vor mir hin geschoben. Dann habe ich mein geliebtes angetrautes Wesen um Hilfe gebeten, ob er sie mir nicht zeichnen könne. Er hat zugesagt, es dann aber im allgemeinen Vorweihnachtsstress vergessen. War aber auch nicht schlimm, ich habe ihn nicht erinnert. Die Zeit wurde knapper, die Erkältung wütete in mir, aber ich war fest entschlossen und so habe ich mich eine Nacht hingesetzt und selbst den Bleistift geschwungen. Die ersten Entwürfe lagen dann am nächsten Morgen auf meinem Schreibtisch, um einen kritischen Blick zu empfangen. Das Urteil war erschütternd. Mein Mann gab mir abends den Hinweis, mir doch noch mal Bilder von Hühnern anzusehen, welchem ich dankend nachgegangen bin. Erst wollte ich einfach drei kopieren, aber was mich dann gepackt hat, weiß ich auch nicht. Ich habe wieder gezeichnet. Dabei sind diese 3 herausgekommen, wobei ich nur vorher auf die Bilder geschaut habe und dann frei gezeichnet habe. Ich bin da einfach rein versunken, habe ein wenig die Techniken angewendet, die ich in meinem Manga-Zeichenbuch gelesen habe. Auf die nächste Reaktion meines Kritikers war ich so gar nicht gefasst. Begeisterung auf ganzer Linie und er hat mich ganz seltsam angesehen, als ich ihm erzählt habe, wie die Zeichnungen entstanden sind.

Mit einem Bild war ich noch nicht glücklich, weil die Idee von einem Huhn aus dem Internet stammte und nicht wirklich frei war, als so für mein Gefühl. Nachdem ich an diesem Tag wieder zu Hause war und erklärt hatte, jetzt gleich das Abendbrot zuzubereiten, habe ich mich erst an den Schreibtisch gesetzt und Huhn Nr. 4 völlig frei und innerhalb von 10 Minuten aufs Blatt gezaubert. Als Resultat bekam ich noch so einen seltsamen Blick meines Mannes. 🙂french_hens_05

Der Rest war dann ein Kinderspiel. Ich habe die Zeichnungen eingescannt und verkleinert, ausgedruckt und war damit so zufrieden, dass ich die Drucke so belassen habe. Ausschneiden, mit Stempelfarbe die Kanten betonen, Lesezeichen Vor- und Rückseiten wählen. Alles zusammenkleben, laminieren und mit einer Niete versehen. Dann habe ich noch eine farblich passende Quaste gewickelt und jedes Lesezeichen mit einer meiner selbstgemachten Papierperlen zusammengebaut. Fertig.

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Liebe smoky, falls dir die anderen Ladies verraten, welche Farben sie bekommen haben, dann weißt du auch, welches deines ist. 🙂

Zu Weihnachten habe ich dann auch die Bedeutung des Blickes meines geliebten angetrauten Wesens erfahren. Er war hin und weg von meinem offensichtlich vorhandenen Zeichentalent und meinte nur, dass er als Künstler gar nicht mehr weiter machen brauche. Das habe ich ihm aber wieder ausgeredet. 🙂 Das Resultat dieser und weiterer Zeichenaktion in der Vorweihnachtszeit, sowie der Kauf eines schon so oft aus der Bibliothek ausgeliehenen weiteren Manga-Zeichenbuchs hat meine Familie dazu animiert, mir die Anfänge einer Manga -zeichnen-Ausrüstung zu schenken, mit der Aufforderung, jetzt doch bitte endlich los zu legen. Das macht mir Angst. …zitter… Ich hätte mir die selber wohl nicht gekauft. Ich bin sehr dankbar dafür.

Ich hoffe, den Beschenkten gefällt meine Interpretation. Schaut doch bitte auch bei meinen lieben Mitstreiterinnen vorbei, auch sie haben sich wunderbare Dinge einfallen lassen.