Schlagwörter

, , ,

Es wurde gewichtelt. Zusammen mit vier Bloggerinnen haben wir uns an die kreative Umsetzung des Weihnachtslieds „The Twelfe Days of Christmas“ gewagt. Genaueres findet ihr in meinem Hauptartikel. Hier möchte ich euch nun meine Idee für meine Six-Geese-a-laying präsentieren.

Auch hier habe ich mich mit dem Thema zunächst schwer getan. Mein Kopf wanderte beim Gedanken an Gänse immer wieder Richtung Ostern. Ostern zum Weihnachtswichteln? …örgs…. 🙂
Die Idee an sich hatte ich so ziemlich als erste. Es soll ein Mobile werden. Zum Glück kann ich auf einen umfangreichen Fundus an Zeitschriften zu jeder Jahreszeit zurück greifen und so musste ich auch nicht all zu lange suchen, bis ich das fand, was ich mir vorgestellt hatte. Und dann fand eine wahre Treibjagd statt. Ich weiß nicht, wer hinterher erschöpfter war, die Gänse oder ich. Na eher ich, da ich ja schwer Schlagseite mit der Erkältung hatte. 🙂

Von allen Gänsen je drei Kopien angefertigt, sie auf weißes Tonpapier getackert und dann samt der Kopie mit dem Cutter ausgeschnitten – das erste Mal die Gänszehorde über den Schreibtisch gejagt.
Dann mit Hilfe von Butterbrotpapier und Bleistift die Details auf Vor- und Rückseite übertragen – die zweite Jagd – ich kann euch sagen, es war ein wahrer Krieg. 🙂
Als ob das noch nicht genug wäre, nun alle Details und Kanten mit schwarzem wasserfesten Lackmaler nachgezeichnet – die dritte Runde.six_geese_2Nun wurde es Zeit, Farbe ins Spiel zu bringen. Zunächst habe ich zu Acrylfarbe gegriffen, mir ein Orange gemischt und die Gänse mussten ein viertes Mal dran glauben.
Nach Orange war vor Grasgrün. Dafür habe ich meinen Aquarellkasten raus geholt und mich in Schattierungen geübt – muss ich es noch erwähnen? Ja klar, die sechste Jagd. Ich kann euch sagen, die Schar hat platztechnisch die Dimensionen meines nicht kleinen Schreibtisches (1,60 m lang) nahezu gesprengt und ich hatte Mühe, mein Wasserglas vom Pinselwasser zu unterschieden. 🙂

Ja, was fehlt noch? Richtig, die Lebendigkeit. Dazu wieder meinen schwarzen Lackstift geschnappt und 18 Paar Gänsefüsse bearbeitet. Nach der Pediküre, Runde Nr. 7, schloss sich nahtlos die Bearbeitung mit Pastellkreide an, um Flügel und einige Rundungen zu betonen. Das achte Mal alle Gänslein liebevoll in die Hand genommen, bepuddert und dann wieder abgelegt. Nur um euch es noch ein Mal zu sagen, von beiden Seiten.

Für den neunten Schritt nahmen alle gleichzeitig Platz. Es war ein Wagnis, welches teilweise super gelungen ist, aber stellenweise auch Graugänse entstehen ließ. Der Künstler-Gatte meinte aber, Fixierung muss sein. Mittlerweile hatte sie auch ein Stadium erreicht, wo die Gänse ihm zusagten. …freu…

Nun fehlte nur noch das große Finale, der Zusammenbau. Zunächst ein Legespiel, die Holzstäbe habe ich schließlich weg gelassen, mein Gehirn wollte einfach keine gute Befestigungsmöglichkeit ausspucken. …seufz…six_geese_5

An dem Tag hätte ich es vielleicht nicht weiter machen sollen. Ich hatte das Gefühl halb im Fieberwahn zu versinken, obwohl ich doch gar kein Fieber bekomme. Die Montage hat mich Nerven gekostet und ist nicht ganz so gut gelungen, wie ich es gern gehabt hätte. Naja und Eier konnte ich auch nicht auftreiben, kann es an der Jahreszeit liegen, dass der Bastelladen nicht auf meine Wünsche eingehen konnte? ….grübbel… Jedenfalls ist mir bei der Durchsicht der Fotos aufgefallen, dass auch die geplanten Schneeflocken auf der Strecke geblieben sind.

ABER: Ich bin super glücklich mit meiner Umsetzung, finde sie so schön, wie ich sie gemacht habe und ich hoffe, die Beschenkten konnten einen Platz finden. Eigentlich auch gleich eine gute Deko zu Weihnachten? 🙂

UND: Mir hat die Arbeit mit den Gänsen richtig Spaß gemacht, hatte etwas von Dompteur und ich habe mir oft vorgestellt, wie die jeweilig Beschenkte kucken würde, wenn sie meine Idee auspackt. Ich hoffe doch, die Mobiles waren gut zu entfalten. Die lieben Tierchen neigten zum Verkeilen. 🙂six_geese_7

six_geese_6

six_geese_8